Berliner Hobby Regisseure schwören auf Sony Camcorder!
Camcorder ist eine Wortkreuzung bestehend aus camera und recorder und stellt eine Videokamera mit eingebautem Videorekorder dar. Ab dem Jahr 2000 sind solche Geräte verfügbar geworden, die auf die Kinoproduktion ausgerichtet sind. Die bedeutendste Gruppe sind Geräte nach der HDCAM-Norm. Diese kosten fünf- bis sechsstellige Summen als System und sind seit ihrer Verfügbarkeit von vielen Produzenten, Kameramännern und Regisseuren für die Produktion eingesetzt worden. Diese digitalen Kinokameras sind teilweise sehr unterschiedlich zu ihren Artgenossen für Privatanwender und TV-Produktion.
Seit demselben Zeitraum (seit 2000) nutzen an Filmproduktionen Beteiligte in allen Etatgrößen in zunehmenden Maße digitale Kameras, zur Bildaufzeichnung – als Ersatz oder Alternative hergebrachter 16-mm oder 35-mm Filmkameras. Im Jahr 2007 waren die Mehrheit aller verkauften, im Jahr 2008 die Mehrheit aller verkauften 35-mm Kameras digital. 2009 ist erstmals der Oscar für die beste Kameraarbeit für einen Film vergeben worden, der größtenteils mit digitalen Kinokameras aufgezeichnet wurde.
Die Geschäftsmodelle der Kamerahersteller sind deutlich verschieden. Die digitalen Kameras von Arri und Panavision sind ausschließlich von ihnen oder über Rantalhäuser zu mieten und sie betreiben von ihren Geräten jeweils nur ein paar Dutzend. Sony, P+S Technik/Silicon Imaging, Red und Thomson verkaufen ihre Kameras. In den größten Stückzahlen wurde der Sony Camcorder verkauft, da das Unternehmen im Jahr 2000 mit HDCAM den Markt als erstes betrat. Sony verdiente auch indirekt am Erfolg der Panavison-Genisis mit, da diese Kamera ebenfalls von Sony hergestellt wurde. Laut eigenen Angaben hat Sony bisher ungefähr 3.000 HDCAM-Kameras verkaufen können, hiervon wird ein großer Teil nicht nur für Kino, sondern auch für Werbung, TV-Serien und Dokumentationen eingesetzt.